Parodontologie

„Zahnfleischbehandlung“

Die Parodontologie bemüht sich um die Gesundheit des Zahnhalteapparates.

Parodontitis (bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats, im Volksmund auch „Zahnfleischentzündung“) ist gefürchtet, da sich stark befallene Zähne lockern.
Durch Störungen des Mundhöhlenmilieus bilden sich zunehmend harte, bakteriell infizierte Auflagerungen auf den Wurzeloberflächen (Konkremente), die eine „Zahnfleischentzündung“ verursachen und das Abheilen dieser Entzündung verhindern, sofern sie nicht gezielt entfernt werden.

Gelegentlich bleibt dieser krankhafte Zustand lange unentdeckt, denn Parodontitis verursacht anfangs oft wenig Beschwerden. Unbehandelt führt Parodontitis jedoch zu vorzeitiger Zahnlockerung und letztlich zu Zahnverlust wegen frühzeitigem Abbau des zahntragenden Knochens. Außerdem leiden Betroffene unter Zahnfleischbluten, Mundgeruch (Halitosis) und oft auch unter schlechtem Geschmack im Mund.

In unserer Zahnarztpraxis wird der Zustand Ihres „Zahnfleischs“ von den Zahnärztinnen in regelmäßigen Abständen routinemäßig untersucht, so dass eine sich anbahnende oder bereits vorhandene „Zahnbettentzündung“ (Parodontitis) frühzeitig erkannt und ggf. therapiert werden kann.

Eine gezielte Parodontitis-Therapie („Zahnfleischbehandlung“) läuft in unserer Zahnarztpraxis in drei Etappen ab:

  1. Vorbehandlungsphase: Hier erfolgt die professionelle Reinigung der Zähne (PZR) durch eine geschulte Mitarbeiterin und die Unterweisung in der individuell erforderlichen häuslichen Zahnpflege. Denn die aktive und konsequente Mitarbeit des Patienten in Sachen Zahnpflege sichert zusammen mit den Bemühungen in der Zahnarztpraxis den Langzeiterfolg einer Zahnfleischbehandlung. Es ist wichtig, dass der Patient diese Fertigkeiten bereits vor Durchführung der eigentlichen Parodontitis-Therapie beherrscht.
  2. Planungs- und Therapiephase: Einige Wochen nach dieser Vorbehandlung wird ein ausführlicher Untersuchungsbefund des Zahnhalteapparats erstellt, an Hand dessen die Parodontitis-Therapie geplant und gezielt durchgeführt wird. Die Zahnärztin reinigt nun in lokaler Betäubung in 1-4 Sitzungen (je nach Anzahl der behandlungsbedürftigen Zähne) die erkrankten Zahnwurzeloberflächen mit speziellen Instrumenten gründlich und schonend. Für schwere Fälle ist eine abschließende antibiotische Behandlung empfehlenswert. Das wirksamste Antibiotikum und dessen Dosierung ist durch einen vorausgehenden „Parodontitis-Keimtest“ individuell feststellbar.
  3. Nachsorge: Die regelmäßige zahnärztliche Kontrolle (2mal jährlich) und mindestens 1mal jährlich eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) sichern zusammen mit der konsequenten und gründlichen Zahnpflege des Patienten den dauerhaften Langzeiterfolg. Fehlt eine oder gar mehrere dieser Komponenten, so ist ein Rezidiv (erneutes Aufflackern) der Parodontitis zu erwarten, denn die persönliche Anfälligkeit für Parodontitis bleibt auch nach erfolgreicher Behandlung bestehen. Die Zahnfleischentzündung wird folglich wiederkehren, wenn die Umstände für sie „günstig“ sind – sprich: wenn die Zahnpflege vernachlässigt wird….

Wichtig zu wissen: Ein Zusammenhang von Parodontitis mit verschiedensten Allgemeinerkrankungen ist bekannt und wissenschaftlich belegt. Da eine chronische Parodontitis einen dauerhaften bakteriellen Entzündungsherd im Körper darstellt, können Keime über den Blutweg in den ganzen Körper gelangen und so die allgemeine Gesundheit erheblich belasten. U.a. erhöht Parodontitis das Risiko für Herz-/Kreislauferkrankungen.

 In unserer Zahnarztpraxis sorgen wir nach ausführlicher, persönlicher Beratung/Unterweisung mit einem individuellen Therapiekonzept dafür, dass Ihr Zahnfleisch wieder gesundet und möglichst lange gesund bleibt.